Bürgerinnenräte im Triestingtal

Im Spätsommer und Herbst 2013 werden im Triestingtal zwei BürgerInnenräte veranstaltet: einer mit jungen Erwachsenen im Alter von 18-25 Jahren, ein weiterer mit Personen zwischen 25 und 75 Jahren.

Die LEADER Region Triestingtal steht vor einer Fortführung ihrer Tätigkeit in der EU Periode 2014 – 2020 und nun ist ein geeigneter Zeitpunkt um Ideen, Bedürfnisse und Anregungen einfließen zu lassen. Die Entwicklung der Region wurde bisher vorwiegend von PolitikerInnen, Interessensvertretungen und ExpertInnen bestimmt. Ziel des BürgerInnenrates ist es, nun auch Menschen, die sich sonst nicht einbringen würden, zu motivierten, zur Entwicklung ihrer Region beizutragen.

Was ist ein BürgerInnenrat: Nach dem Zufallsprinzip werden 12-15 Bürgerinnen und Bürger der Region Triestingtal ausgewählt, um an eineinhalb Tagen gemeinsam an ihren Empfehlungen für die weitere Regionsentwicklung zu arbeiten. Die Teilnahme ist freiwillig, es sollte nur die Bereitschaft bestehen, am einem Freitagnachmittag und dem darauf folgenden Samstag gemeinsam über die Regionsentwicklung zu diskutieren. Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer spricht für sich, gestaltet wird der Prozess von einer Moderatorin (Umweltbundesamt). Im BürgerInnenrat haben Sie die Gelegenheit zu sagen, welche Themen Sie bewegen, was Ihnen gefällt, was Sie gerne ändern möchten und in welche Richtung sich die Region in Zukunft entwickeln soll. Abschließend erarbeiten die TeilnehmerInnen eine gemeinsame Erklärung.

Einige Tage danach werden die Ergebnisse von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des BürgerInnenrates präsentiert und in einem feierlichen öffentlichen Rahmen der Regionsvertretung übergeben. Die Ergebnisse des BürgerInnenrates werden so zu einer wertvoller Ergänzung zu schon bestehenden politischen Meinungen und Äußerungen von Experten.

In Niederösterreich gab es bis her drei Bürgerinnenräte (im Pielachtal, in Mödling und der landesweite Jungbürgerinnenrat).
Die meisten BürgerInnenräte gibt es in Vorarlberg, wo dieses Instrument der partizipativen Demokratie im Jänner 2013 auch in die Landesverfassung aufgenommen wurde.